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Ein Baby kommt ins Haus...
Das Leben geht weiter und so kam zu unserem Kronprinzen Max im März dieses Jahres unser Töchterchen Lillie Marleen auf die Welt. Nicht nur wegen seiner HD und seiner -bis er zu uns kam- nicht vorhandenen Erziehung hat Max schon immer von mir viel Beschäftigung erhalten, die aus Dummitraining, Physiotherapie, Schwimmen und vielem mehr bestand.
Doch was passiert dem Kronprinzen, wenn auf einmal die Prinzessin auf der Bildfläche erscheint und seine Welt sich auf einmal verändert? Richtig, er schmollt. Max braucht sehr feste Abläufe und Rituale, und zum Baby kam auch noch ein Blitzumzug und die Tatsache, dass Herrchen nach ein paar Wochen wieder arbeiten ging. Die gewohnten Schleich- und Querfeldeinwege, die Max so liebt sind mit Kinderwagen nicht zu bewältigen.
Max zog sich zurück, obwohl ich mich fast zerrissen hab, ihm weiter sein gewohntes Programm zu bieten. Trotzdem litten seine Stimmung und besonders sein doch sehr großes Ego. Als ihn schließlich die Erkenntnis traf "Hilfe, die Kleine bleibt!" wurde es immer schlimmer. Die Erziehungserfolge der letzten zwei Jahre schienen plötzlich für die Füße, er hörte nicht mehr, stand nicht einmal mehr auf, wenn ich nach hause kam, fraß schlecht, wurde wieder aggressiver gegen mich und wirkte im Allgemeinen lustlos. Wir hatten beide schlechte Laune und keine Lust aufeinander.
Also, was tut das besorgte (und ehrlich gesagt auch ziemlich entnervte) Frauchen? Richtig, ich habe Ines angerufen, die seit langem Mal wieder nicht nur wegen meines guten Tees kam (die Hinterbeinchen sind schließlich inzwischen top und die Physiotherapie findet nur noch gelegentlich statt). Sie brachte ihr Laserakupunkturgerät mit und ein Fläschchen mit Bachblüten.
Okay, dachte ich, Akupunktur für die Stimmung ?? lass mal sehen…
Sie sollten wissen, dass ich Ines nicht nur wegen der im Laufe der Zeit entstandenen Freundschaft in den Himmel lobe. Sie behandelt niemals wenn es nicht nötig ist und ist auch schon unverrichteter Dinge wieder gefahren, bloß weil Herr Hund keine Lust hatte und lieber seine Ruhe wollte. Deswegen vertraute ich ihr auch hier, und siehe da, nach nur zwei (!) Behandlungen hatte ich meinen kuscheligen, freundlichen Hund wieder, er lachte wieder (ich glaube fest daran, dass Hunde lachen können), und ich musste keine Angst mehr haben mit Kinderwagen unterwegs zu sein und plötzlich einen aggressiven Hund an der Leine zu haben. Hin und wieder wirft Max sogar einen Blick in den Stubenwagen, um zu schauen wo die Kleine ist, oder schnuffelt ganz vorsichtig an ihr, wenn sie auf dem Sofa schlummert.
Ich bin sicher kein Mediziner, aber was hätte ein solcher an dieser Stelle gemacht? Eben.
Die Bachblüten habe ich ihm übrigens gar nicht erst gegeben, sie waren nicht nötig. Ich nehme sie ehrlich gesagt lieber selber für meine gute Laune. Denn einem Säugling und einem Hund auf einmal gerecht zu werden, ist keine so leichte Sache.
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