Die Sache mit dem Hafer
Hafer ist das klassische Pferdefutter. Die im Hafer enthaltenen Nährstoffe können vom Pferd besonders gut verwertet werden. Hafer ist fett- und damit energiereicher als andere Getreidearten. Das Fett ist hochwertig, da besonders reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Ungequetschter Hafer muss vom Pferd gründlicher gekaut werden und wird langsamer verdaut. So beschäftigt er das Pferd länger beim fressen. Da es lange und gut kauen muß, sollte das Pferd keine Zahnprobleme haben!
Haferkörner müssen nach der Ernte von den Spelzen befreit werden. Und genau da liegt die "Mär vom Hafer".
Was steckt eigentlich hinter
„Dich hat wohl der Hafer gestochen“?
Wenn wir unseren Pferden unsauberen Hafer zu fressen geben, pieken die Spelzen überall. Beim Schlucken im Hals. Beim äppeln am Darmausgang. Die Spelzen, die als unverdaulicher Ballaststoff wieder ausgeschieden werden, pieken. Das Pferd wird unruhig und rennt womöglich kopflos auf der Koppel hin und her, schüttelt sich und vollführt Bocksprünge.
Sie können das leicht selbst testen: Stecken Sie Ihren nackten Arm doch mal tief in einen Sack Hafer. Ziehen Sie ihn wieder heraus. Wenn es Sie piekt und juckt, sich wie die Berührung von Glaswolle anfühlt, wissen Sie, wie sich Ihr Pferd fühlt. Schlimmer noch, denn es hat dieses Gefühl im Hals und der Speiseröhre.
Haben Sie dieses Gefühl nicht, können Sie sicher sein, gut gereinigten, sauberen Hafer zu haben.
Übrigens: Jeder Art von Kraftfutter würde Pferde zappelig machen, wenn sie zu wenig bewegt werden oder wenn das Verhältnis Heu/Kraftfutter nicht stimmt !!